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Von Berlin nach Hollywood
The Seventh Cross (1944) OmU

23. April 2026 - 18:00 - 21:30

Kostenlos

23. April 2026 18:00 21:30

Der auf dem Buch der deutsch-jüdischen Schriftstellerin Anna Seghers basierende Film „Das siebte Kreuz“ (1944) des österreichisch-jüdischen Regisseurs Fred Zinnemann erzählt von der Flucht eines KZ-Gefangenen im Jahr 1936. Der politische Thriller setzt der Kulisse des nationalsozialistischen Deutschlands eine humanistische Botschaft entgegen. In den Nebenrollen sind viele aus Deutschland

geflohene jüdische Schauspieler und Schauspielerinnen wie Helene Weigl and Alexander Granach zu sehen.

Ort:
Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum,
Oranienburger Str. 28-30, 10117 Berlin

Diskutierende:

Jenny Erpenbeck ist eine der renommiertesten zeitgenössischen deutschen Schriftstellerinnen und Theaterregisseurinnen. In ihren zahlreichen Werken setzte sie sich intensiv mit Geschichte, Erinnerung, Verlust und Identität auseinander. Ihre Romane wie „Heimsuchung“ (2007), „Aller Tage Abend“ (2012) und „Gehen, ging, gegangen“ (2015) wurden vielfach international ausgezeichnet und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Erpenbecks Werk zeichnet sich durch eine enge Verbindung von individueller Biografie und politisch-historischen Umbrüchen aus und zählt zu den wichtigsten Stimmen der heutigen deutschsprachigen Literatur.

Von Berlin nach Hollywood

Anlässlich des 120. Geburtstags von Billy Wilder (1906–2002) richtet die Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum gemeinsam mit der Urania Berlin e. V. und dem Jüdischen Filmfestival Berlin-Brandenburg im Frühjahr 2026 die Filmreihe „Von Berlin nach Hollywood“ aus. Doch Wilder war nur einer von vielen Jüdinnen und Juden, die zunächst auf Berliner Bühnen und später in der US-amerikanischen Filmindustrie arbeiteten – wie etwa der Schauspieler Alexander Granach, der Regisseur Ernst Lubitsch oder die Drehbuchautorin Vicki Baum. Sie prägten die Berliner Kultur der Weimarer Republik und gestalteten nach ihrer Ankunft in den USA die aufblühende Filmindustrie in Hollywood entscheidend mit. Die Filmreihe rückt diese jüdischen Protagonist:innen ins Zentrum, macht die Kontinuitäten ihres Schaffens zwischen Berlin und Hollywood sichtbar und unterstreicht damit ihren Platz in der Filmgeschichte.

Das Filmprogramm verbindet zentrale Werke des US-amerikanischen Exilkinos mit den vielschichtigen Erfahrungswelten dieser jüdischen Filmschaffenden, deren Biografien und Themen zwischen Berlin, Wien, Warschau, Los Angeles und New York oszillieren. Die Auswahl spiegelt sowohl individuelle Lebenswege als auch kollektive Erfahrungen von Flucht, Exil und kultureller Neuverortung.

Die Vorführungen finden wechselnd in den beteiligten Institutionen statt; die Auftaktveranstaltung am 17. März 2026 wird in der Urania Berlin ausgerichtet.

Auf jede Filmvorführung folgt eine moderierte Diskussion mit Knut Elstermann sowie mit anderen Kulturschaffenden

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