Gedenken an die »Fabrik-Aktion« und den Protest in der Rosenstraße

Der Initiativkreis und die Ständige Konferenz der NS-Gedenkorte im Berliner Raum laden Sie und Ihre Freunde zu der
Gedenkveranstaltung am Donnerstag, den 26. Februar 2026, ein.

Zum Thema
Am 27. Februar, dem Tag der berüchtigten »Fabrik-Aktion«, jährt sich zum 83. Mal der Protest der Frauen der Rosenstraße – jener mutigen Berlinerinnen, die, oft mit ihren Kindern, im Februar und März 1943 tagelang öffentlich gegen die Verhaftung und drohende Deportation ihrer jüdischen Ehemänner demonstrierten. Ihr entschlossener Widerstand ist ein einzigartiges Beispiel für Zivilcourage inmitten der nationalsozialistischen Diktatur.

Die diesjährige Gedenkveranstaltung steht unter dem Motto

»Mut zur Menschlichkeit – Rosenstraße 1943 und die Notwendigkeit,
heute gegen neuen Hass aufzustehen«.

Die Frauen der Rosenstraße widersprachen der Macht des Hasses. Ihr Mut verpflichtet uns heute – in einer Zeit, in der Antisemitismus wieder wächst und sich in neuen Masken zeigt – aufzustehen, bevor es zu spät ist. Im Mittelpunkt stehen die mutigen Frauen als Stimmen des Gewissens – damals aber auch heute. Die Erinnerung an ihren Protest mahnt, dass Menschlichkeit und Solidarität selbst in Zeiten größter Bedrohung möglich sind – und dass Schweigen nie die Opfer, sondern stets die Täter schützt. Der Geist der Rosenstraße fordert uns auf, diesen Entwicklungen entschieden entgegenzutreten – im öffentlichen Raum, in den Institutionen, in der Sprache.

 

PROGRAMM

Stilles Gedenken, Große Hamburger Straße, 16 Uhr
El Male Rachamin: Kantor Simon Zkorenblut, Jüdische Gemeinde zu Berlin
Kaddisch: Rabbiner Yitzhak Ehrenberg, Jüdische Gemeinde zu Berlin
anschließend Schweigemarsch zur Rosenstraße

Gedenkfeier vor der Skulptur von Ingeborg Hunzinger, Rosenstraße 16.15 Uhr

Begrüßung: Dr. Astrid Ley, Vorsitzende der Ständigen Konferenz (2026)
und Leiterin der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Worte des Gedenkens: Dr. Stefanie Hubig, Bundesministerin der Justiz
und für Verbraucherschutz (angefragt)

Merkwort: Dr. Moshe Abraham Offenberg,
Israelitische Synagogen-Gemeinde
(Adass Jisroel) zu Berlin

Trialogischer Austausch der Religionen:
Marion Gardei, Kübra Dalkilic und Esther Hirsch

Hebräischer Gebetsgesang: Kantorin Esther Hirsch, Jüdische Gemeinde zu Berlin

Kaddisch: Rabbinerin Gesa Ederberg, Jüdische Gemeinde zu Berlin

Musikalische Umrahmung durch den Chor des
Jüdischen Gymnasiums Moses Mendelssohn

Zum Abschluss legen wir weiße Rosen am Denkmal nieder – als Zeichen des Gedenkens
und der Hoffnung. Wenn Sie an der Veranstaltung teilnehmen, stimmen Sie zu, dass dort
entstandene Foto- und Filmaufnahmen veröffentlicht werden dürfen.

Freundliche Unterstützung durch Instituto Cervantes Berlin, Initiativkreis:
Anne Frank Zentrum, Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA), Bet Debora e. V., Bezirksamt Mitte von Berlin, Deutsch-Israelische Gesellschaft, Deutscher Juristinnenbund e. V. (Landesverband Berlin), Frauenarbeit der Ev. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Frauenseelsorge im Erzbistum Berlin, Gedenkstätte Stille Helden, Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V., Israelitische Synagogen-Gemeinde (Adass Jisroel) zu Berlin, Jüdische Gemeinde zu Berlin, Ständige Konferenz der NS-Gedenkorte im Berliner Raum, Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, Stiftung Zurückgeben, Überparteiliche Fraueninitiative Berlin – Stadt der Frauen e. V.

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