Öffnungszeiten Museum
Sommer:
Montag-Donnerstag von 10-14 Uhr
Sonntag von 11-17 Uhr
Freitag-Samstag geschlossen
Winter:
Montag-Donnerstag von 10-14 Uhr
Sonntag von 11-17 Uhr
Freitag-Samstag geschlossen
Letzter Einlass: 30 Minuten vor Schließung
Die Kuppel ist aktuell geschlossen.

Bildung & Vermittlung

Am historischen Ort der Neuen Synagoge Berlin, der heute nicht nur Museum und historisches Archiv ist, sondern auch Sitz der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und Heimat einer konservativ-egalitären Beterschaft, thematisieren unsere Bildungsangebote alle Phasen der jüdischen Geschichte Berlins seit 1866 und setzen sich mit der Vielfalt jüdischer Religion und Identität auseinander.

Wir bieten eine Vielfalt von Führungen und Workshops in unserer Dauerausstellung „Tuet auf die Pforten“ sowie Stadtteilrundgänge an. Wir freuen uns auf alle Gruppen: Erwachsene und Kitagruppen, Schüler*innen, Studierende und berufsspezifische Gruppen, wie Polizist*innen, Angehörige der öffentlichen Verwaltung und der Bundeswehr.

Gebucht werden können auch Seminartage zu jüdischer Religion und Fortbildungen für Multiplikator*innen, wie Lehrer*innen oder Sozialarbeiter*innen, zu jüdischer Religion und zur Verfolgung im Nationalsozialismus.

Als außerschulischer Lernort berücksichtigen wir die Klassenstufen und Themenschwer-
punkte der Rahmenpläne, erarbeiten aber auch gerne mit Ihnen passgenaue Angebote für Workshops, Projekttage oder Exkursionen. Alle Angebote beziehen den Ort, seine Geschichte und Lage mit ein.

Das Bildungsangebot der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum wird ermöglicht durch die großzügige und freundliche Unterstützung der Szloma-Albam-Stiftung und der Robert Bosch Stiftung. Vielen Dank!

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Führungen
Workshops
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Führungen

„Woher kann der Pope Hebräisch?“ lässt Sammy Gronemann in seinem 1920 erstmals veröffentlichten Roman „Tohuwabohu“ Jossel Schlenker aus Borytschew während eines Besuchs in der Neuen Synagoge in der Spandauer Vorstadt fragen. Jossels Erstaunen und einer Antwort auf der Spur, werden wir uns in dieser Überblicksführung wahlweise in 60 oder 90 Minuten gemeinsam einen Weg durch viele Geschichten bahnen, die sich in der Oranienburger Straße zugetragen haben und die von geöffneten Pforten und Ruinen, von Hochzeiten und mutigen Polizisten, Propheten und Rabbinerinnen, von Hoffnung und Zerstörung handeln. Immer geht es dabei um Ambivalenzen, Perspektivwechsel, Selbst- und Fremdbestimmung.
Zum Überblick gehört im Sommer auch die Aussicht von der goldenen Kuppel über Berlins Mitte.
Wir freuen uns auf alle Liebhaber*innen von Ordnung und Chaos.

Dauer: 60 oder 90 Minuten

Die Neue Synagoge Berlin in der Oranienburger Straße wurde 1866 eröffnet und war damals einer der berühmtesten jüdischen Sakralbauten in Deutschland. Neu für eine Synagoge waren z.B. die Orgel, der gemischte Chor, ein Gebetbuch auch auf Deutsch und in den 1930er Jahren die weltweit erste Rabbinerin. Auch heute wird ein Raum des noch erhaltenen Gebäudeteils als Synagoge genutzt, und auch die dort beheimatete Beterschaft bringt in vielen Bereichen Neuerungen in die Traditionen ein. Wir erforschen sowohl die aktuell genutzte Synagoge als auch die Dauerausstellung und beschäftigen uns dabei mit den Fragen von Tradition und Moderne und wollen klären, warum es in der Neuen Synagoge im 19. Jahrhundert Frauenemporen gab, was eine Mesusa ist und welche Texte in der Tora zu finden sind; aber auch überlegen, ob und wie man wohltätig sein soll und ob Haifischflossensuppe koscher ist.
Herzlich eingeladen sind alle Neugierigen von 5 bis 120.

Dauer: 60 oder 90 Minuten

Ganz unterschiedliche Aspekte, die jüdisches Leben in Berlin während des Nationalsozialismus bestimmten, werden in der Neuen Synagoge und in der Dauerausstellung deutlich. Gemeindeaktivitäten nach 1933 erzählen von Selbstbehauptung und Widerstand, jüdische Berliner*innen wurden gezwungen, ihre Heimat zu verlassen und emigrierten. Andere wurden verhaftet, deportiert und ermordet. Im Oktober 1942 wurden hier über 500 Mitarbeiter der Gemeinde von der Gestapo zur Deportation nach Theresienstadt bestimmt. Das Gebäude selbst wurde im November 1938 noch durch das Eingreifen mutiger Polizisten vor der Zerstörung bewahrt, aber später ebenso wie das im Haus untergebrachte Gemeindearchiv von den Nationalsozialisten für ihre Zwecke genutzt. Der „Ner tamid“ der ehemaligen Synagoge (das Ewige Licht, das in jeder Synagoge göttliche Präsenz symbolisiert) zeugt in der heutigen Ausstellung von Zerstörung und Überdauern.
Die Führung richtet sich v.a. an Schüler*innen ab der 9. Klasse und Erwachsene.

Dauer: 60 oder 90 Minuten

Seit 1991 strahlt der Davidstern wieder weit sichtbar auf der goldenen Kuppel. Nicht mehr sichtbar sind große Teile des einstigen Hauptraumes der Neuen Synagoge, der bis zu 3.200 Menschen Platz bot. Diese Führung beschäftigt sich mit den architektonischen Besonderheiten der von Eduard Knoblauch und Friedrich August Stüler entworfenen Neuen Synagoge. Gleichzeitig werden bei diesem Rundgang durch das Haus und die Außenbereiche die Situation und Funktion des Gebäudes in der DDR sowie die Herausforderungen und Überlegungen während der Wiederherstellung ab 1988 am Bau selbst, anhand der wiederentdeckten und heute ausgestellten Objekte und mit Hilfe von Fotos erklärt und diskutiert.
Eingeladen sind Architektur- und Denkmalschutz-Interessierte jeden Alters, aber auch Schülergruppen, die sich mit der Sichtbarmachung des Noch- sowie Nicht-mehr-Vorhandenen auseinandersetzen möchten.

Dauer: 60 oder 90 Minuten

Dieser Rundgang richtet sich v.a. an diejenigen, die sich in 90 Minuten vertieft sowohl mit den historischen als auch mit den religiösen Besonderheiten des jüdischen Lebens unter der goldenen Kuppel in der Oranienburger Straße beschäftigen möchten. Es werden sowohl der aktuell genutzte Gebetsraum im Gebäude der historischen Synagoge wie auch die Dauerausstellung „Tuet auf die Pforten“ besucht. Thematisiert wird die Geschichte des Gebäudes seit 1866, während des Nationalsozialismus, in der DDR und nach 1988, die jeweils auch die Situation der jüdischen Gemeinschaft widerspiegelt. Die Neue Synagoge und die benachbarte Hochschule für die Wissenschaft des Judentums waren ein Zentrum des liberalen Judentums am Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts, der Komponist Louis Lewandowski, der Rabbiner und Religionsphilosoph Abraham Joshua Heschel und der Historiker Herbert A. Strauss wirkten hier. Vorgestellt werden auch die Einrichtungen der Jüdischen Gemeinde im unmittelbaren Umfeld, wie z.B. das erste Jüdische Museum Berlins und das Gesamtarchiv der deutschen Juden und ihr Missbrauch im Nationalsozialismus. Aber auch über deutsche Erinnerungspolitik, Restitution und neu entstehendes jüdisches Leben in Berlin heute und seine Besonderheiten nach der Shoa kann diskutiert werden.
Ein Stadtspaziergang, der zusätzlich gebucht werden kann, führt zum Leo-Baeck-Haus, dem ehemaligen Sitz der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums, zur Gedenktafel für Abraham Geiger, zum alten jüdischen Friedhof an der Großen Hamburger Straße, auf dem Moses Mendelssohn bestattet wurde und der von den Nationalsozialisten als Sammelstelle für die Deportationen genutzt wurde, aber auch zum Mahnmal für den Protest in der Rosenstraße.

Dauer: 90 Minuten

Wenn Sie Ihre Kitagruppe an Tora, Kippa und Davidstern heranführen und unser Haus besuchen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf. Wir bieten ca. 30-minütige Erkundungen der Synagoge und einiger Ausstellungsstücke an.

Dauer: ca. 30-45 Minuten

Zusätzlich zu allen Führungsformaten oder auch einzeln kann ein Spaziergang durch die Umgebung der Neuen Synagoge gebucht werden. Die Spandauer Vorstadt war ein Zentrum jüdischen Lebens in Berlin – und heute kehren jüdische Einrichtungen und Organisationen hierhin zurück. Die Rundgänge werden inhaltlich den thematischen Führungsschwerpunkten angepasst und können an der ehemaligen jüdischen Mädchenschule, dem ehemaligen Kinderheim „Ahawa“, der Synagogengemeinde „Adass Jisroel“, dem Leo-Baeck-Haus und dem alten jüdischen Friedhof an der Großen Hamburger Straße entlangführen. Gedenktafeln und Stolpersteine erzählen die Geschichten von Regina Jonas, der ersten Rabbinerin weltweit, von Cioma Schönhaus, der im Nationalsozialismus für Verfolgte Pässe fälschte und in die Schweiz flüchtete, und von Philipp Kozower, der dem Vorstand der Jüdischen Gemeinde Berlins angehörte und 1943 mit seiner Frau und drei Kindern nach Theresienstadt deportiert und später in Auschwitz ermordet wurde.

Dauer: 60 Minuten

Workshops für Kinder und Jugendliche

Eine Synagoge, Beit Knesset auf Hebräisch, meint „ein Haus der Versammlung“. Am Ort und am Beispiel einer historischen und einer aktuellen Synagoge lernen die Teilnehmer*innen wichtige Elemente einer Synagoge, wie Torarollen, Aron ha-kodesch sowie Bima, kennen. Vergleiche mit Häusern des Gebets anderer Religionen, v.a. Moscheen und Kirchen, bieten sich an. Nach einer Entdeckungstour durch das Museum und die heute genutzte Synagoge vollziehen die Teilnehmer*innen den Entstehungsprozess schöpferisch nach, indem sie auf kleinen Styroporplatten 3D-Collagen von Synagogen basteln. Historische und aktuelle bildliche Darstellungen von Elementen der historischen und der aktuellen Synagoge in der Oranienburger Straße sowie weiterer Synagogen können zusammengestellt werden.

Dauer: ca. 2 – 3 Stunden

Alternativ und mit etwas mehr Zeitaufwand können die Teilnehmer*innen sich zusätzlich mit verschiedenen Architekturstilen im Synagogenbau beschäftigen und in Teams eigene Synagogen in einer „box to go“ entwerfen. Wichtige Fragen stellen sich dabei dem kleinen Architekturbüro: Bauen wir „oriental style“ oder postmodern? Orthodox oder Reform? Steht die Bima vorne oder in der Mitte? Und welche Farbe hat der Tora-Mantel?

Dauer: ca. 3 Stunden

Einer alten Tradition folgend, kreieren die Teilnehmer*innen im Anschluss an eine Führung durch das Haus Glückwunsch- oder Neujahrskarten. Als Inspiration und Material dienen historische Karten, u.a. aus der Sammlung der Neuen Synagoge, und israelische Karten aus unterschiedlichen Jahrzehnten. Die Teilnehmer*innen lernen den jüdischen Jahreszyklus kennen und überlegen, wem man wann was wie wünschen kann.

Dauer: ca. 2 – 3 Stunden

In der jüdischen Mystik gibt es die Vorstellung, dass die Welt mit Hilfe der 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets geschaffen wurde. Die Teilnehmer*innen tauchen in die Welt des Hebräischen ein und begeben sich zunächst im Haus auf die Suche nach hebräischen Buchstaben. Anschließend können sie mit fachkundiger Unterstützung Baumwolltaschen oder -rucksäcke mit Hilfe von Buchstabenstempeln bedrucken, Karten mit Glückwünschen auf Hebräisch oder den eigenen Namen in hebräischer Übersetzung oder in hebräischen Buchstaben stempeln oder schreiben.

Dauer: ca. 2 – 3 Stunden

Im Frühjahr wird an Pessach an die biblische Geschichte vom Auszug aus Ägypten und der Befreiung aus der Sklaverei erinnert. Die Teilnehmer*innen beschäftigen sich mit dieser Geschichte, ihren Interpretationen und verschiedenen Traditionen, die sich zu Pessach entwickelt haben. Im Anschluss daran wird der Auszug aus Ägypten gebastelt.

Dauer: ca. 2 – 3 Stunden

Seminare

Wir bieten vier- bis sechsstündige Seminartage zu verschiedenen Aspekten der jüdischen Religion und zu Orten jüdischen Lebens in Berlin-Mitte an. Die Teilnehmer*innen beschäftigen sich mit Schabbat und Kaschrut, mit Begräbnisritualen, mit Tora und Bar Mizwa, aber auch mit den jeweils nächstliegenden Feiertagen im Jahreszyklus.

Der Seminartag schließt den Besuch der Dauerausstellung und der aktuellen Synagoge sowie einen Erkundungsgang durch die Umgebung der Neuen Synagoge mit ein. Das Format ist in unterschiedlichen Komplexitätsgraden und verschiedenen Sprachniveaus buchbar.

Dauer: 4 – 6 Stunden

Da all diese Angebote an die Bedürfnisse und Erwartungen der jeweiligen Gruppe angepasst werden können, nehmen Sie bitte für Absprachen und Buchungen persönlich Kontakt zu uns auf:

Besucherinformationen

Adresse und Anfahrt
Oranienburger Straße 28–30, 10117 Berlin
S-Bahn 1,2,25 Oranienburger Str.
S-Bahn 5, 7, 9, 75 Hackescher Markt
U-Bahn 6 Oranienburger Tor
U-Bahn 8 Weinmeisterstr.
Tram M1, M5 Oranienburger Str.
Öffnungszeiten Museum
Sommer: Apr-Sept
Montag-Freitag von 10-18 Uhr
Sonntag von 10-19 Uhr
Samstag geschlossen
Winter: Okt-März
Sonntag-Donnerstag von 10-18 Uhr
Freitag von 10-15 Uhr
Samstag geschlossen
Letzter Einlass: 30 Minuten vor Schließung
Die Kuppel ist nur von April bis September zu besichtigen.
Eintrittspreise
Regulär 7,00€
Ermäßigt* 4,50€
Familienticket** 20,00€
*Ermäßigungen gelten für Schulklassen und Gruppen in der Ausbildung, Schwerbehinderte ggf. einschließlich Begleitperson, Arbeitslose, Grundsicherungsempfänger*innen, Wehr- und Ersatzdienstleistende sowie Berlinpass-Inhaber*innen.

** 2 Erwachsene + max 3 Kinder (bis 16 Jahre)

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