Oral History Projekt
„Zeitzeug:innen, Nachkommen und die Zukunft unserer Erinnerungskulturen“
In wenigen Jahren werden die letzten Überlebenden der Shoah verstorben sein; ihre Zeitzeugenschaft geht ihrem Ende zu. Die Sammlung, Bewahrung und Durchführung von Interviews mit Zeitzeug*innen und ihren Nachkommen ist als Grundlage für künftige Ausstellungen, Bildungsarbeit und Forschungen gedacht. In der Stiftung Neue Synagoge wurden über die Jahre verschiedenste lebensgeschichtliche Interviews geführt. Für unser Projekt „Zeitzeug:innen, Nachkommen und die Zukunft unserer Erinnerungskulturen“ werden diese Interviews nun für das Portal „Oral-History.Digital“ der Freien Universität Berlin nach und nach erschlossen und zugänglich gemacht. Immer wieder meldeten sich ehemalige Berlinerinnen und Berliner beziehungsweise deren Kinder und Enkel aus aller Welt. Sie sprachen mit uns über ihre oft leidvollen Erinnerungen, aber auch darüber, was Berlin heute für sie bedeutet, über ihre Identität, inwieweit sie sich vielleicht noch deutsch fühlen und wie sie die deutsche Erinnerungskultur sehen. Wir wollen, dass diese Geschichten nicht verloren gehen!
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Mehr InformationenInterviewausschnitte
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Mehr InformationenRudi Haymann war zum Zeitpunkt des Interviews 101 Jahre alt. Er konnte als Jugendlicher Berlin Richtung Palästina verlassen. Er baute dort einen Kibbuz mit auf und war später Angehöriger der britischen Armee (im Intelligence Corps). 1948 wanderte er nach Chile aus. Er lebt noch heute in Santiago de Chile.
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Mehr InformationenJuliane Rupp ist Berlinerin. Ihre Urgroßeltern Salo und Anita Kalman (Salomon) wurden mit einem der ersten Züge am 23.10.1941 nach Lodz deportiert. Sie sind beide umgekommen. Ihre Großmutter konnte noch rechtzeitig in die USA fliehen. (Die Mutter von Juliane ist übrigens Margrit Korge, die in dem längeren Film „einen Auftritt“ hat.)
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Mehr InformationenWerner Salinger verließ mit seinen Eltern 1939 als Siebenjähriger Berlin in Richtung USA. Mit 19 Jahren ging er zur US Air Force und kam in dieser Eigenschaft wieder nach Deutschland, wo er seine deutsche Frau kennenlernte. Mit ihr kehrte er in die USA zurück. Heute hat Werner Salinger vier Kinder, sechs Enkel und fünf Urenkel.
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Mehr InformationenDie Zwillingsschwestern Regina Steinitz und Ruth Malin, geborene Anders, standen 1943 kurz vor der Deportation in ein Konzentrationslager, als es ihrem nicht-jüdischen Onkel gelang, die beiden Mädchen aus dem Sammellager in der Großen Hamburger Straße zu retten. Beide überlebten versteckt in Berlin und leben heute in Tel Aviv.
Das Projekt "Oral-History.Digital"
Das Projekt Oral-History.Digital entwickelte eine Erschließungs- und Recherche-Plattform für wissenschaftliche Sammlungen von audiovisuell aufgezeichneten narrativen Interviews. Sie unterstützt sammelnde Institutionen und Forschungsprojekte bei der Archivierung, Erschließung und Bereitstellung sowie der sammlungsübergreifenden Recherche, Annotation und Auswertung von Zeitzeugen-Interviews.