28. April 2026 – 19:30 – 23:00
„Grand Hotel“ (1932) ist der erste Spielfilm mit kompletter Starbesetzung, der von den Gästen des Berliner Grand Hotels am Ende der 1920er Jahre berichtet. Er basiert auf dem gleichnamigen Roman der aus Wien stammenden, jüdischen Autorin Vicki Baum, die zu den meistgelesenen Schriftstellerinnen der Weimarer Republik zählte und sich in Hollywood als Drehbuchautorin profilierte. Die Verfilmung wurde zu einem kommerziellen Großerfolg und gewann 1932 einen Oscar als bester Film.
Ort:
Urania Berlin e.V.,
An d. Urania 17, 10787 Berlin
Diskutierende:
Anna-Dorothea Ludewig ist habilitierte Literaturwissenschaftlerin. Sie lehrt und forscht am Moses Mendelssohn Zentrum und an der Universität Potsdam zu deutschsprachigen jüdischen Literaturen und dem Wechselverhältnis zwischen Literatur und Film. Außerdem ist sie Mitglied der Redaktion der Online-Zeitschrift MEDAON. 2025 war sie Harris German Distinguished Visiting Professor am Dartmouth College in New Hampshire.
Hendrik „Henk“ Handloegten
Von Berlin nach Hollywood
Anlässlich des 120. Geburtstags von Billy Wilder (1906–2002) richtet die Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum gemeinsam mit der Urania Berlin e. V. und dem Jüdischen Filmfestival Berlin-Brandenburg im Frühjahr 2026 die Filmreihe „Von Berlin nach Hollywood“ aus. Doch Wilder war nur einer von vielen Jüdinnen und Juden, die zunächst auf Berliner Bühnen und später in der US-amerikanischen Filmindustrie arbeiteten – wie etwa der Schauspieler Alexander Granach, der Regisseur Ernst Lubitsch oder die Drehbuchautorin Vicki Baum. Sie prägten die Berliner Kultur der Weimarer Republik und gestalteten nach ihrer Ankunft in den USA die aufblühende Filmindustrie in Hollywood entscheidend mit. Die Filmreihe rückt diese jüdischen Protagonist:innen ins Zentrum, macht die Kontinuitäten ihres Schaffens zwischen Berlin und Hollywood sichtbar und unterstreicht damit ihren Platz in der Filmgeschichte.
Das Filmprogramm verbindet zentrale Werke des US-amerikanischen Exilkinos mit den vielschichtigen Erfahrungswelten dieser jüdischen Filmschaffenden, deren Biografien und Themen zwischen Berlin, Wien, Warschau, Los Angeles und New York oszillieren. Die Auswahl spiegelt sowohl individuelle Lebenswege als auch kollektive Erfahrungen von Flucht, Exil und kultureller Neuverortung.
Die Vorführungen finden wechselnd in den beteiligten Institutionen statt; die Auftaktveranstaltung am 17. März 2026 wird in der Urania Berlin ausgerichtet.
Auf jede Filmvorführung folgt eine moderierte Diskussion mit Knut Elstermann sowie mit anderen Kulturschaffenden








