2. August 2026 – 11:00 – 12:00
Ab August bieten wir jeden ersten Sonntag im Monat bis November einen thematischen Stadtrundgang an, den man sonst auf der digitalen Karte unserer Webseite https://jewishmitteberlin.de findet.
Wie sah der Alltag im Scheunenviertel aus? Wo hat die berühmte Dichterin Mascha Kaléko im Scheunenviertel gelebt? Was für Synagogen und jüdische religiöse Einrichtungen gab es in Berlin Mitte? Warum fand ein Pogrom mitten in)Berlin 10 Jahre vor der NS-Diktatur statt? Antworten auf diese und auf viele andere Fragen gibt es auf unseren Führungen!
Heute ist davon kaum noch etwas zu sehen, aber die Spandauer Vorstadt und das Scheunenviertel waren einst ein Zentrum jüdischen Lebens in Berlin. Die Spandauer Vorstadt verdankt ihren Namen dem Spandauer Tor, einem Teil der Berliner Festungsanlagen im 17. Jahrhundert. Mit der S-Bahn zwischen Hackescher Markt und Alexanderplatz folgt man heute in etwa ihrem Verlauf.
Das Gebiet nördlich des Spandauer Tors, also außerhalb der Stadt, wurde Spandauer Vorstadt genannt. Aufgrund von Gewalt und Vertreibungen gab es lange keine durchgängige jüdische Gemeinde in Berlin. 1671 wurden einige jüdischen Familien, die kurz vor der Vertreibung aus Wien standen, nach Brandenburg-Preußen eingeladen.
Da ihnen der Bau einer Synagoge verboten war, wurde zur ersten jüdischen Einrichtung der Spandauer Vorstadt ein Friedhof, den die Familien kurz nach ihrer Ankunft anlegten. Das Gebiet war nur dünn besiedelt und lag außerhalb der Stadtmauer, weswegen es sich als Stätte für den ersten jüdischen Friedhof Berlins besonders eignete. Dessen Überreste befinden sich heute in der Großen Hamburger Straße.
Eine Synagoge durfte erst 1714 in der Heidereutergasse gebaut werden. Sie verstärkte die Verbindung zwischen diesem Stadtgebiet und der jüdischen Bevölkerung.
02.08. | 11 Uhr
Stadtspaziergang/ Führung
Start: Vor der Neuen Synagoge Berlin
Anmeldung erforderlich!
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