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3. Jüdisch-Literarisches Rondeel

15. September 2020 18:00 20:00

Das Schreiben der eigenen Familienbiographie

Zu Gast: Rafael Seligmann mit „Lauf, Ludwig, lauf! Eine Jugend
zwischen Fußball und Synagoge“ und „Hannah und Ludwig. Heimatlos in Tel Aviv“

Achtung! Die Veranstaltung wird ohne Publikum aufgezeichnet und anschließend Online zur Verfügung gestellt!

Im vergangenen Herbst erschien „Lauf, Ludwig, lauf! Eine Jugend zwischen Fußball und Synagoge“, der erste Teil des Familienromans von Rafael Seligmann, in dem sein Vater Ludwig im Mittelpunkt steht, der in der alten jüdischen Landgemeinde Ichenhausen Anfang des vergangenen Jahrhunderts aufwächst. Der Junge besucht die jüdische Schule, singt im Synagogenchor, spielt Fußball in der Stadtmannschaft. Doch die vermeintlich heile Welt gerät bereits im Ersten Weltkrieg aus den Fugen. Der Vater erlebt im Heer erstmals Antisemitismus. Ludwig besucht das Gymnasium, doch wirtschaftliche Not zwingt ihn, als Hausierer im Familienbetrieb mitzuarbeiten. In den 30er Jahren gewinnen die Nazis an Boden. Ludwig wird misshandelt und muss aus Deutschland fliehen.

Der soeben erschienene Folgeroman „Hannah und Ludwig. Heimatlos in Tel Aviv“ setzt 1934 mit der Ankunft Ludwigs in Tel Aviv ein. Ludwig schlägt sich zunächst als Orangenpflücker und Putzkraft durch. Schließlich findet er eine Anstellung in einer Textilfirma und reüssiert dort. Es gelingt ihm, Eltern und jüngere Geschwister aus Ichenhausen ins Land zu holen. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs treffen sich Ludwig und Hannah und heiraten. Hannah muss erleben, dass ihre Geschwister in der Shoah ermordet werden. Sie wird den Verlust nie verwinden. 1957 kehren die Seligmanns nach Deutschland zurück. Verletzt, doch hoffnungsvoll.

„Wie die Geschichte des 20. Jahrhunderts Familiengeschichte bestimmt, das hat der Historiker und Schriftsteller Rafael Seligmann auf einzigartige Weise sichtbar gemacht.“

                                                                                      Deutschlandfunk

Rafael Seligmann wurde 1947 in Israel geboren und lebt seit 1957 in Deutschland. Der promovierte Politologe hat zahlreiche Romane und Sachbücher veröffentlicht, meist schreibt er über das deutsch-jüdische Verhältnis, so zum Beispiel in „Rubinsteins Versteigerung“ und „Der Musterjude“. Seligmann ist Verfasser des Buches „Hitler. Die Deutschen und ihr Führer“, in dem er sich mit der Frage nach der Ursache für die Loyalität der Deutschen zu Hitler beschäftigt. Außerdem publiziert er Essays, Kommentare und Kolumnen für verschiedene deutsche Zeitungen wie Der Spiegel, Die Welt, B.Z., Der Tagesspiegel und die Jüdische Allgemeine und gründete 2012 die Zeitung „Jewish Voice from Germany“.

Foto (c) Hans Weingartz


Gastgeber:

Dr. Thomas Sparr,
Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag
Dr. Anja Siegemund,
Direktorin Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum

In Kooperation mit der
Literaturhandlung Berlin und dem Langen Müller Verlag


Achtung die Veranstaltung wird ohne Publikum aufgezeichnet und Online zur Verfügung gestellt!

Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und im Anschluss auf unserer Website und unseren Social-Media-Kanälen veröffentlicht.


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